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Auswahl und Installation

Weitere Informationen

Unseren Artikel aus dem palstek 2002 als Download für Sie: Dort auch grundsätzliche Informationen zur Arbeitsweise, der Do's und Don'ts, Installation und Wartung. Hier.

Auswahl - lassen Sie sich kein X für ein U vormachen !

Seewasser - Entsalzungsanlagen gibt es seit dem Apollo-Raumfahrtprogramm der Amerikaner, also eine seit mehr als 40 Jahren etablierte Technologie. Um ein paar der markigsten Werbeaussagen am Markt zu relativieren hier ein paar Fakten:

  • Alle Hersteller arbeiten mit sogenannten 'Industriekomponenten', niemand entwickelt oder baut selbst Membranen oder Pumpen (nicht ganz, Katadyn mit über 20 Jahren Erfahrung baut die Pumpen selbst).
  • Die Wartungs- und Reinigungsprozeduren sind bei allen Watermakern daher systembedingt annähernd gleich.
  • Eine Nachmineralisierung ist absolut nicht notwendig: Sie nehmen die notwendigen Mineralien über die Nahrung auf, nicht über das Trinkwasser. Zudem filtern alle Watermaker eben nicht alle Mineralien zu 100% heraus, das wäre dann auch quasi destilliertes Wasser und schädlich. Also lediglich eine Marketingaussage.
  • PH-Wert: Kein Watermaker verändert den PH-Wert des zugeführten (See-)Wassers ! Da aber Seewasser mit einem Wert um 8 alkalischer ist als das 'normale' Trinkwasser mit einem Wert um und unter 7 ist sollten im gesamten Kreislauf keine korrosionsempfindlichen Materialien verbaut sein. Jeder Hersteller bietet Ihnen auf Wunsch aber eine pH-Neutralisierung, oft verbunden mit einer Mineralisierung an - wenn's denn gewünscht ist.
  • Hochdruckanlagen haben deutlich mehr bewegliche Teile, sind lauter und benötigen erheblich mehr Energie pro Liter erzeugtes Süßwasser als Niederdruckanlagen, sind dafür aber relativ preiswerter und die Bandbreite an verfügbarer Leistung ist deutlich höher. Beide gibt es im Yachtsegment seit mehr als 15 Jahren und können als ausgereift angesehen werden.
  • Hersteller mit Zulassung der Klassifizierungsgesellschaften für Berufs- oder gar Passagierschiffahrt sind selten - die Kosten für Qualitätssicherung, Dokumentation und Rückverfolgbarkeit, Zualssungsverfahren und die notwendige Ersatzteilbevorratung können sich nur wenige große Hersteller 'leisten'.
  • Noch weniger Hersteller haben ein weltweites Servicenetz, aber, Ersatzteile kann man nicht immer problemlos um die Welt schicken ! Eine eventuell notwendige Unterstützung bei Problemen im Land ist halt auch hilfreich.

Einbauort & Installation

Die Pumpen der Watermaker, seien es Kolbenhochdruckpumpen, Impellerpumpen oder Zentrifugalpumpen dürfen nicht 'trocken' laufen. Dies ist der erste Grund, wieso dem Einbau des Watermakers respektive seiner Pumpe Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. Weiter kann es der Membrane schaden, wenn durch sie Luft mit hohem Druck geblasen wird. Und letztlich können z.B. die Kolbenpumpen wie sie PUR nutzt zwar hohen Druck aufbauen, jedoch nur schlecht ansaugen.
Daher suchen wir uns je nach Modell einen Platz für das Aggregat oder die separate Pumpe, der möglichst unterhalb der Wasseroberfläche liegt. Der Borddurchbruch darf auch im Seegang keine Luft ziehen und nicht durch  Verwirbelungen wie durch das Ruder oder Loggeber beeinträchtigt werden.

Nun sollen die Membranen auch nicht zu heiß werden: Mehr als 40° C Dauertemperatur sollten es nicht sein. Bei vorgesehener Montage im Maschinenraum ist diesem Gesichtspunkt Aufmerksamkeit zu schenken, jedoch wird wohl niemand eine Entsalzungsanlage in einen kleinen, engen und somit heissen Maschinenraum einbauen - die regelmäßige Wartung z.B. der Vorfilter wäre zu aufwändig. In einem grossen, gut gelüfteten Maschinenraum sollte die Temperatur den genannten Richtwert normalerweise nicht überschreiten.

Bei modularen Anlagen kann die Druckpumpe im Maschinenraum und die Membraneinheit zB unter einer Koje oder in einem Schapp erfolgen.
Zu beachten ist auch die Erreichbarkeit: Gut konstruierte Anlagen haben alle Anschlüsse, Anzeigeinstrumente und wartungsrelevanten Teile zentral auf einer Seite. Der je nach Verunreinigungsgrad des Seewassers durch Schwebstoffe mehr oder weniger häufige Wechsel der notwendigen Feinvorfilter sollte ebenfalls ohne akrobatische Kunststücke möglich sein.

Letztlich sollte der Einbauort so gewählt werden, dass die Reinigung und Konservierung der Anlage möglichst leicht vorgenommen werden kann.

 

 

 

 

 

 

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Viele weitere Informationen finden Sie in unserem Watermaker - Artikel unter Downloads - Hier

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