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Strom kommt nicht aus der Steckdose... Ach was, werden Sie sagen. Klar, alle Energie, die auf einem Schiff verbraucht wird, muß auch an Bord erzeugt werden. Sind die Batterien leer, laden wir sie
auf. Wenn möglich, im Hafen mittels schwarzem Festmacher. Und wenn dies nicht möglich ist, dann wird halt die Maschine angeworfen. Aber auch auf See, auf Langfahrt bei hohem Seegang oder am idyllischen Ankerplatz, den wir uns doch wegen
der Ruhe ausgesucht haben ?
Genügend Energie = Komfort und Sicherheit Auf See benötigen wir Strom für die Positionsbeleuchtung und Navigationselektronik aus Sicherheitsgründen - wobei der GPS sicher auch den Komfort
erhöht. Heizung, Kühlung, Beleuchtung sind aus Komfortgesichtspunkten kaum noch wegzudenken. Wenn eine elektrische Selbststeueranlage genutzt wird, bedeutet dies bei entsprechender Nutzung, mit Wache an Deck, gleichzeitig Komfort-
und Sicherheitsgewinn durch weniger Ermüdung der Crew.
Leere Batterien sind mehr als unangenehm Leere Akkumulatoren sind schon fast gefährlich: keine Beleuchtung, der GPS rechnet nicht, auch die elektrische
Selbststeueranlage steuert nicht mehr. Ist durch einen Defekt oder Unachtsamkeit die Starterbatterie ebenfalls leer, ist der nächste Anleger in den meist engen, vollen Häfen zumindest ein Problem. Bleiakkus sind nach einer Tiefentladung
nur noch zu entsorgen, Gelbatterien büßen zumindest einen Teil Ihrer Lebensdauer ein.
Und Generatoren ? Ein Bordstromaggregat heißt, außer auf sehr großen Schiffen, den Teufel mit dem Belzebub austreiben: Wir wollen oder
können ja nicht noch eine Maschine warten, sind ja eben wochen- oder gar monatelang nicht an Bord, um den Jockel anzuwerfen oder wollen nicht einen Motor laufen hören. Vom Umweltschutzgedanken einmal ganz abgesehen.
Einmalige Investition Ein Wind- oder Wassergetriebener Generator verursacht nach der Anschaffung jahrelang keine weiteren Kosten. Er lädt zuverlässig Ihre Batterien bei Abwesenheit, am Ankerplatz, nachts und auf See. Er bietet nach
Euro pro Watt gerechnet die preiswerteste Art der Energieversorgung.
Unabhängigkeit Sie sind unabhängig von der, falls vorhanden, ewig überbelasteten Stromversorgung im Hafen. Am Ankerplatz bleibt das Bier kalt, auf See
arbeitet die Elektronik und Beleuchtung.
Und der Lärm, das Aussehen ? Schön, sagen Sie. Und was ist mit dem Lärm, den die Dinger machen ? Mein Schiff verschönert so ein Gerät ja nun auch nicht. Gut, die Optik ist
gewöhnungsbedürftig. Mit Entscheidend für eine akzeptable Integration in das Gesamtbild Ihres Schiffes ist die Montage der Anlage. Weiter gibt es aufheißbare Generatoren, die bei Nichtgebrauch verstaut werden können. Das ein laufender
Windgenerator Geräusche macht, soll hier nicht verschwiegen werden. Auf See gehen diese durch die Strömungsgeräusche an den Rotorblättern verursachten Windgeräusche jedoch unter. Als störend empfunden werden Windgeneratoren zumeist nachts
im Hafen oder vor Anker. Ab ca. 5 Bft macht sich der Generator eben bemerkbar - ab 7-8 Bft ist das Rigg meist lauter. Und notfalls stellen Sie den Generator eben nachts aus. Auch hier ist die richtige Montage des Gerätes wichtig - das
Entstehen von Resonanzschwingungen muß im Vorfeld unterbunden werden.
Welche Leistung ist notwendig ? Im Idealfall ersetzt der Generator Ihren Verbrauch im Laufe eines Tages vollständig. Abhängig von Ihrem Schiff bzw,
dessen Ausrüstung, Fahrtgebiet und -dauer sowie Ihrem Energieverbrauchsverhalten kommen hier schnell 100 Ah pro Tag zusammen. Dies ist natürlich nur ein Daumenwert, Ihren spezifischen Bedarf berechnen wir gerne gemeinsam mit Ihnen, sofern
Sie ihn nicht schon ermittelt haben. Für eine erste Kalkulation genügen uns Batteriekapazität und angeschlossene Verbraucher (Angabe in Watt oder A) sowie Ihr Fahrtgebiet und -dauer.
Wind- oder Wasserkraft ?
Jede der drei denkbaren Formen (Wind, Wasser-oder Kombigeneratoren) ist am Markt. Für den Fahrtensegler ist sicher die reine Windanlage, weil auf Windbetrieb optimiert, die erste Wahl. Geht es auf Langfahrt, ist ein rein
Wasserkraft-getriebenes oder ein Kombigerät sinnvoll einsetzbar. Reine Wassergeneratoren sind generell kraftvoller, jedoch nicht vor Anker zu nutzen. Kombigeräte sind ebenfalls für den Wasserbetrieb optimiert, haben jedoch die
Umbaumöglichkeit auf Windbetrieb als zusätzlichen Nutzen. Sinnvoll kann es sein, beide Optionen und somit zwei Geräte zu führen - eben ganz abhängig von Ihren Anforderungen.
Weitere Aspekte Rein windgetriebene Generatoren
werden meist fest montiert. Je nach Ausführung (und Preis) sind sie manuell, selbstregelnd oder über einen Schalter zu stoppen - dies kann nachts im Hafen oder bei starken Stürmen sinnvoll sein. Windgeneratoren sind in allen
Leistungsstufen und -größen zu bekommen. Die Frage des Montageortes ist bei der Auswahl des Gerätes mit zu beachten. Reine Wassergeneratoren sind sinnvoll nur auf Langfahrt einzusetzen - zu groß ist der Aufwand des Ausbringens und
Einholens für (relativ) kurze Strecken. Dafür bieten sie am meisten ‘Watt für’s Geld’. An einer Leine nachgeschleppte Aggregate lassen ein paralleles Mitschleppen von Schleppangel und / oder Patentlog nicht zu; alternativ
kommt hier das einem Außenborder ähnelnde AMPAIR UW in Frage. Kombigeräte bieten nicht nur einen eleganten Kompromiss, sondern auch ein gutes Preis - Leistungsverhältnis. Für einen moderaten Aufpreis erhalten Sie quasi zwei Geräte.
Noch eine Anmerkung zur Aufstellung: Achten Sie darauf, das der Drehkreis des Windgenerators höher als das größte Crewmitglied montiert wird ! Rotorschäden solten höchstens durch Möwen (und deren schnelles Ende) verursacht
werden und nicht durch verlorene Finger !
Zur Montage und der notwendigen Festigkeit Windgeneratoren: Ein Windgenerator von 1.0m Rotordurchmesser erzeugt bei 50kn Wind (>9 Bft) eine Kraft von rund 25 kg. Nun wirkt
diese über den gesamten Hebelweg in Abhängigkeit von der Montagehöhe, so das bei Aufstellung mittels Mast dieser in aller Regel abzustagen sein wird, um diese Kräfte abzufangen. In diesem Zusammenhang sind die durch das Rollen des Schiffes
zusätzlich entstehenden Schwingungskräfte mit zu berücksichtigen.
Wasser-Generatoren: Nachzuschleppende Modelle erzeugen bis zu 25kg Zug, so daß eine Montage am Heckkorb bei entsprechender Stabilität möglich ist. Zu
beachten ist, daß bei Überschreiten der maximalen Schleppgeschwindigkeit in Abhängigkeit von der gewählten Turbine und Propeller letzterer austauchen kann und die Last intermittierend wirkt.
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